Seminar: Qualitätssicherung-Grundlagen - mit Beispielen aus der Batterieproduktion

Location Hybrid (ELMUG eG, Ehrenbergstraße 11, 98693 Ilmenau sowie Online-Teilnahme)

Dozent

Wolfgang Weber M.Phil. M.Litt.

Zielgruppe

Facharbeiter/Techniker, Akademiker; ab DQR-Level 4

Vorkenntnisse

Naturwissenschaftliche Allgemeinbildung aus allgemeiner Hochschulreife oder abgeschlossener technischer Berufsausbildung, Anschauungserfahrung aus einer industriellen Fertigung (z. B. Maschinenbau, Elektrotechnik, Labor) oder darauf bezogenen Tätigkeitsfeldern (z. B. Technischer Einkauf, Arbeitsvorbereitung, Logistik)

Seminarziel

Die Teilnehmer verstehen die grundlegenden Konzepte und Zusammenhänge des Qualitätsmanagements, der Risikobeherrschung und der Qualitätssicherung, einschließlich der Bedeutung klar beschriebener Anforderungen und Zuständigkeiten. Sie kennen zentrale Methoden, Modelle und Normen wie das V‑Modell, den Produktlebenszyklus, die Grundgedanken und Kernprozesse von DIN EN ISO 9001, HACCP („Hazards and Critical Control Points“) und GMP („Good Manufacturing Practice“) sowie ausgewählte messtechnische Verfahren der Qualitätskontrolle in der Batteriefertigung.

Vorteile für Teilnehmer und Unternehmen

  • Kompakte Schulung für wichtige Aspekte des Qualitätsmanagements
  • Kompakte Einführung in wichtige Methoden, Modelle und Normen
  • Beispiele für Qualitätskontrolle aus der Batterieproduktion

Inhalte

Qualitätssicherung, Risikobewertung, Qualitätsmanagement

  • Grundlagen
    • Qualitätsbegriffe
    • Qualitätssicherung und Qualitätsmanagement
      • Grundbegriffe, Zielsetzungen
      • Abgrenzung Qualitätssicherung / Qualitätsmanage­ment / Qualitätskontrolle
      • Abgrenzung Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität
      • Qualitätsregelkreis, PDCA-Zyklus
    • Abgrenzung Verifizierung, Qualifizierung, Validierung
    • Begriff und Grundelemente des Produktlebenszyklus
    • Abgrenzung Gefahr, Gefährdung, Gefährdungssituation, Risiko
    • Risikobewertung und Risikomanagement
    • Kritikalität: Begriff, methodengeleitete Abstufung, Anwen­dung
    • Fehlerarten: Produkt- und Prozessfehler, Sicherheits- und Haftungsaspekte, Lebensdauer
    • Beispiele für Fehlerfolgen: Batteriebrände, Produktrückruf, Imageschaden
  • Aufstellen überprüfbarer Anforderungen und ihre Überprüfung, Messbarmachung, HACCP als abstraktes Prinzip
  • Grundgedanken und Kernprozesse eines Qualitätsmanagementsystems am Beispiel der DIN EN ISO 9001
  • Bedeutung von Rollen und Verantwortlichkeiten in einem Qualitätsmanagementsystem
  • Grundidee des Kontinuierlichen Verbesserungsprozesses
  • GMP und ihre Säulen als Verwirklichung von PDCA

Methoden und Messtechnik in der Qualitätskontrolle

  • Anwendungsbereiche der Qualifizierung und Validierung
  • Messmittelfähigkeit, Kalibrierung, Justage
  • messtechnische Grundprinzipien in der Batterieproduktion, zerstörungsfreie und zerstörende Prüfverfahren
  • Beispiele: Produkt- und Prozessfehler, Sicherheits- und Haftungsaspekte, Lebensdauer

Ausgewählte Qualitätsprozesse

  • Lieferantenqualifizierung mit Beispielen
  • Abweichungen, Reklamationen, CAPA mit Beispielen
  • Risikomanagement-Prozess nach dem Inverkehrbringen („nachgelagerte Phase“)

Lernziele

Die Teilnehmer

  • kennen Grundbegriffe des Qualitätswesens und der Risikobeherrschung und verstehen deren Bedeutung für Erfolg und Misserfolg eines Wirtschaftsunternehmens;
  • verstehen die Bedeutung des Aufstellens überprüfbarer Anforderungen, ihrer Messbarmachung und ihrer Überprüfung als Voraussetzungen wirksamer Qualitätssicherung;
  • verstehen die Bedeutung begrifflicher Klarheit und sprachlicher Eindeutigkeit für den Arbeitserfolg in einem qualitätsgesicherten Arbeitsumfeld;
  • kennen das V-Modell als Projektmethodik der stufenweisen Aufstellung und Überprüfung von Vorgaben und können die verwendeten Nachweisverfahren nach Art und Zweck voneinander abgrenzen;
  • kennen den Begriff des Produktlebenszyklus und Art und Sitz zugehöriger Qualitätssicherungsmaßnahmen;
  • können die Begriffe Qualitätssicherung, Qualitätskontrolle und Qualitätsmanagement voneinander abgrenzen;
  • kennen Kernelemente eines Qualitätsmanagementsystems am Beispiel der DIN EN ISO 9001 und der Guten Herstellungspraxis (Good Manufacturing Practice, GMP);
  • verstehen die Bedeutung der eigenen Haftung innerhalb des Qualitätsmanagements und verstehen die Notwendigkeit der Grenzziehung (Verantwortungsabgrenzung);
  • verfügen über einen anfänglichen Einblick in ausgewählte Grundmethoden der Messtechnik und zugehörige Beispiele aus der Qualitätskontrolle der Batteriefertigung.

 

Mittagsverpflegung auf Selbstzahlerbasis vor Ort möglich.

Alle Teilnehmer erhalten eine Teilnahmebescheinigung.

Die Teilnahme am Seminar ist kostenfrei (durch die Förderung des BMWE).

 

Anmeldung

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