TRAWEBA Kongress 2026: Austausch, Innovation und klare Appelle für den Batteriestandort Deutschland

Am 5. Mai wurde die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) in Berlin zum zentralen Treffpunkt der Batteriebranche: Der TRAWEBA Kongress brachte Menschen aus Industrie, Forschung und Bildung zusammen und schuf einen Raum für intensiven Austausch entlang der gesamten Batteriewertschöpfungskette.

Zwischen Fachvorträgen und Gesprächen wurde deutlich, wie dynamisch sich die Branche derzeit entwickelt – und wie groß der Handlungsdruck ist. Besonders prägend waren die Einblicke aus der Podiumsdiskussion, die zentrale Entwicklungen und Herausforderungen der Batteriebranche auf den Punkt brachten.

So wurde hervorgehoben, dass inzwischen rund 40% der Neuzulassungen in Deutschland auf Elektrofahrzeuge entfallen – ein deutliches Signal für die wachsende Bedeutung batteriegetriebener Mobilität. Unternehmen wie Tesla zeigen exemplarisch, wie sich diese Entwicklung konkret niederschlägt: Am Standort Grünheide wird kontinuierlich Personal aufgebaut, parallel gewinnt die Strategie an Bedeutung, Produktion stärker zu integrieren und Lieferketten gezielt zu verkürzen.

Über die Mobilität hinaus wurde klar: Die Transformation hin zu batteriebasierten Lösungen durchdringt zunehmend alle Lebens- und Wirtschaftsbereiche.
Umso dringlicher ist es, die Wertschöpfung entlang der gesamten Batteriekette in Deutschland konsequent auszubauen. Ein weiteres Zögern können wir uns nicht leisten – insbesondere mit Blick auf den bestehenden Vorsprung Chinas, der sonst kaum noch aufzuholen sein wird.

Ein zentraler Appell lautete daher, die Batterie stärker als das zu begreifen und zu kommunizieren, was sie ist: eine Schlüsseltechnologie für die Energiewende.
Dieses Verständnis müsse sich auch in der öffentlichen Wahrnehmung und medialen Darstellung widerspiegeln.

Einen wichtigen Impuls setzte zudem Dr. Anselm Lorenzoni (SCIRES Battery Technologies GmbH), der dafür plädiert Fehler zuzulassen und aus ihnen zu lernen als sie zu verteufeln. Innovation brauche die Bereitschaft, Risiken einzugehen, Fehler zuzulassen und aus ihnen zu lernen – nicht, sie zu vermeiden oder zu stigmatisieren. Nur so könne nachhaltiger Fortschritt entstehen.

Im Anschluss an die Podiumsdiskussion boten Thementische die Möglichkeit, die angesprochenen Inhalte zu vertiefen, neue Kontakte zu knüpfen und konkrete Kooperationsansätze zu diskutieren. Dieser direkte Austausch unterstrich einmal mehr den kollaborativen Charakter der Veranstaltung.

Der TRAWEBA Kongress hat damit nicht nur Wissen vermittelt, sondern vor allem Menschen zusammengebracht, Perspektiven verknüpft und den Handlungswillen der Branche sichtbar gemacht.

Zurück

+ + + + + + + - - - - - -